Alltagsmeditation

Innerer Frieden.

Hört sich schön an oder? Kannst du auch!

Das Meditieren ist eines der wichtigsten Werkzeuge auf einem Weg, zu einem freudvollen und selbstbestimmten Leben. Es hört sich so simpel an, aber es steckt so viel dahinter.

Anfangs fiel es mir schwer, auch nur fünf Minuten still zu sitzen, geschweige denn nicht an all die Dinge zu denken, die ich noch erledigen muss.

Doch es gelingt mir immer besser, mich in einen friedvollen, meditativen Zustand zu versetzen.

Und es hilft mir bei so vielen Dingen:

Stress reduzieren

Ängste und Sorgen mindern

Mich fokussieren

Bewusster im Alltag sein

Klarer denken

Die Dinge aus einer höheren Perspektive sehen

Ausgeglichener und fröhlicher sein

Strukturierter bei der Erledigung meiner täglichen Aufgaben vorgehen

 

“Ach”, denkst du vielleicht, “Ich würde ja so gerne…

Wäre ich nicht hauptberuflich eines: Mama!”

Meditieren schön und gut…

Aber wann?

Kenne ich!

Morgens schaffe ich es nicht immer, vor den Mäusen aufzustehen (Die haben ja so etwas wie eine eingebaute Antenne: Alarm! Mama versucht Zeit alleine zu verbringen!) und am Abend bin ich oft so kaputt, dass ich direkt einschlafe.

Aber es gibt sie doch, die kleinen Momente, wo ich mich in Stille zurückziehen kann, und zwar mitten im Alltag.

Und das sieht zum Beispiel so aus:

Ich sitze früh am Morgen mit einem Zweijährigen Sohn am Esstisch- die anderen beiden Kinder schlafen noch- wir haben Kerzen und Lichterketten an und knacken Erdnüsse. Ganz still, ganz vertieft. Ich beobachte meinen Sohn dabei, wie er die Nüsse in seinen kleinen, speckigen Fingern dreht und wendet, um schließlich mit seinen kleinen Milchzähnen ein Loch hinein zu beißen und dann die begehrten Kernchen aus der Schale zu pulen und genüsslich in den Mund zu stecken und zu zerkauen. Alles ist still, die Welt hält an. Nichts ist jetzt von Bedeutung. Nur ein kleiner Mensch und eine Schale voller Nüsse.

Oder ein anderes Beispiel:

Ich liege nach dem Mittagessen mit dem gleichen Sohn im Bett und stille ihn, damit er sein Nachmittagsschläfchen hält. Früher war ich dabei oft sehr ungeduldig. Ich wollte dass er schnell einschläft, dachte an all die Dinge, die ich noch erledigen musste und die wir am Tag noch vor hatten. Mittlerweile lege ich mich hin, atme dreimal tief durch und schalte alle Gedanken (so gut es geht) ab. Nichts ist wichtig. Dieser Moment gehört nur mir und dem kleinen stillenden Kind. Ich atme ruhig und kehre die Aufmerksamkeit nach Innen. Versuche meinen ganzen Körper zu spüren, versuche meine Gefühle zu spüren, versuche ruhig zu werden.

Natürlich gibt es Tage, an denen mir das besser gelingt als an anderen, aber was ich damit sagen will ist, dass es sie gibt, diese Momente, in denen wir uns einmal Zeit für uns nehmen können, in die Stille gehen können.

Es kostet immer etwas Überwindung, denn das Alltagskarussel dreht sich schnell und hat uns fest im Griff.

Aber es lohnt sich, es zumindest immer wieder zu versuchen. Irgendwann geht es dann wie von selbst.

Und so manches, was einem eben noch brennend wichtig erschien, verliert an Bedeutung und so sortieren wir ganz natürlich aus: Was ist wirklich dran und was hat noch Zeit oder können wir ganz von unserem Plan streichen.

Und so entschleunigen wir nach und nach den ganzen Alltag, werden bewusster.

Und wem kommt das vor allem zu Gute? Natürlich uns selbst und ganz nebenbei denjenigen, für die wir den ganzen Zirkus überhaupt veranstalten: unseren Kindern.

Wie wertvoll ist eine ausgeglichene fröhliche Mutter, die ihr Spültuch bei Seite legt, um voller Freude und ganz unbefangen einen Hund auf ein Blatt Papier zu malen, weil ein kleiner Mensch sich das gerade wünscht?

So wertvoll!

Also, nehmt euch die Zeit. Ihr seid es wert.

Alles Liebe

Eure Laura

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