Minimalismus – Was brauchen wir wirklich?

Heute möchte ich dir ein paar persönliche Dinge erzählen und weitergeben. Einen persönlichen Denkanstoß sozusagen. Aber zunächst stelle ich mir die Frage, was wir denn wirklich brauchen? Weißt du es? Die einen Träumen vom schönen, sportlichen Auto, die anderen vom heiß ersehnten Urlaub, dann eventuell neue Kleidung, ein Haus und vieles mehr. Die Liste ist wohl endlos und irgendwo findet sich jeder. Das zeigt doch auch, wie schön es ist, dass wir so unterschiedlich sind und so vielseitig. Aber was braucht man wirklich?

Wo soll ich anfangen? Ich bin was Materialismus und Geld betrifft schon eher eigenartig aufgewachsen und als ich jung war, hatte ich auch nicht wirklich einen gesunden Bezug dazu. So bin ich vom Überflüss in den Verzicht gekommen und habe viele Erfahrungen gesammelt. Mit Höhen und Tiefen. Aber das ärgste dabei war, dass ich mich selbst erkennen musste und herausfinden musste, was wirklich wichtig und richtig ist und wie es auch mit dem Leben in Einklang funktioniert. Zum einen müssen wir ja vertrauen und die Dinge, die wir uns fest wünschen kommen auch wirklich auf uns zu (die Frage ist nur oft, ob es ein wirklich richtiger Wunsch ist… und er uns glücklich und zufrieden macht). Materielle Dinge haben nicht wirklich den Wert, den wir uns wünschen oder erhoffen oder vielleicht sogar erzwingen.

Nein, man muss ein bisschen tiefer schauen. Es lässt sich zwar lange damit so leben, aber früher oder später kommt man schon an den Punkt, wo man erkennen muss und vor allem herausfinden muss, was man denn wirklich will und was wichtig ist.

In all meinen Höhen und Tiefen habe ich viele Erfahrungen gemacht und hier möchte ich dir ein paar Erkenntnisse geben:

Kleiderschrank:
“Ich hab nichts anzuziehen.” Früher hatte ich Berge von Kleidung und da hat dieser Spruch genau gepasst. Heute bin ich geordnet und habe nicht Mal ein Viertel von dem, was ich einmal hatte, aber ich habe es mir passend eingerichtet und geordnet. Ich renne auch nicht mehr dem neuesten Trend hinterher (ich kreiere gerade meinen eigenen Stil und werde die Dinge selbst nähen – aber das dauert noch einige Zeit…) und fühle mich viel freier und leichter. Vor allem macht es auch Sinn das Geld zu sparen.

Hier möchte ich dich fragen:
Hast du eine sinnvolle Anlage, wie du dein Geld sparst und wie lange kannst du von deinem Ersparten leben, wenn du nicht mehr arbeiten gehen kannst etc.?

Lebensmittel:
Ideal ist ein Wochenplan oder sogar für 2 Wochen, wo man wirklich kalkuliert und dem nach einkauft. Auch nicht hungrig essen gehen, man erspart sich viel Geld und vor allem ungesundes Zeug.
Und wirklich alles verwerten. Mach doch eine Liste und schau, was du so alles wegwirfst. Es ist oft ganz ernüchternd und hilfreich sein Verhalten zu ändern.

Kosmetik, Toiletartikel:
Da bin ich jetzt vielleicht nicht der Maßstab für viele junge Mädls (obwohl ich demnächst Neues testen werden und euch am laufenden halte), aber es geht wirklich viel einfacher und günstiger. Ich weiß und verstehe nur zu gut das Verhalten und die Angewohnheiten, ich war ja auch so… Tipps folgen bestimmt noch. Aber versuche wirklich so natürlich wie möglich die Produkte zu halten und wenn du viel Deko im Gesicht hast unbedingt dementsprechend entfernen. Es reicht auch eine Zahnpasta, ein Haarpflegeprodukt (bzw. Kur etc.) und das Badezimmer wird viel freier.

Gerümpel:
Solltest du auf keinen Fall anhäufen. Versuche Ordnung zu halten. Lass nicht viel herumstehen und schau, dass auch die Schränke ordentlich geordnet sind. Es beeinflusst bzw. zeigt dein Unbewusstes. Umso mehr Ordnung du schaffst, umso mehr Ruhe und Struktur wirst du in dir finden. Nach dem Feng Shui solltest du wirklich alles, was du nicht verwendest oder anziehst oder es dich belastet, weil du z.B. bei der Kleidung nicht mehr reinpasst, weggeben. Schenke es her, verkaufe es, aber trenn dich. Du kannst immer wieder was Neues kaufen. Wenn es denn dann von Wichtigkeit ist.

Dankbarkeit:
Nun erkenne und freu dich Mal, was du alles hast und was du daraus machen kannst. Versuche wirklich das Gefühl der Fülle in dir zu bekommen, wenn du z.B. meinst du hast nichts anzuziehen. Wenn das nicht klappt durchdenke deine Kleidung und räume um bzw. aus. Oder dein Auto, pflege es – mach es schön und tu Dinge, mit den Dingen, die dir Freude bereiten, damit du es auch genießen kannst und so trickst du deine Unzufriedenheit aus und kommst in ein angenehmes Gefühl, wo sich die Dinge dann automatisch wieder leichter für dich verändern und in die Richtung gehen, die du dir wünscht.

Fazit:
Ich kann dir sagen, ich habe viel gelernt und ich hatte sehr viele materiellen Dinge und brauchte sie auch. Ich glaubte es zumindest. Heute bin ich um einiges freier, geordneter und auch leichter (;)). Auch das Wegfahren und Verreisen fällt leichter und gibt einem ein gutes Gefühl. Wir haben es z.B. geschafft, dass wir mit nur einem Koffer (kein großer Koffer) für 3 Wochen zu zweit nach Thailand reisten. Es war irrsinnig befreiend und erleichternd zugleich, weil wir nicht so schleppen mussten. Mir Kind sieht es natürlich wieder ein bisschen anders aus, aber dazu findest du Infos und Tipps auf www.mamaliebe.at.

​ Also, gib dir einen Ruck, trenne dich von Dingen, die du nicht brauchst. Schenke sie her und überdenke deine Wünsche, was du wirklich brauchst!

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